F R E I E R    R Ü C K E N

         S E M I N A R B U C H U N G          E I N Z E L S I T Z U N G E N          T R A I N I N G S          S H O P          2 0 1 7          B L O G          F E E D B A C K S           T O R S T E N  K O N R A D

Die Alexander-Technik ist eine Methode, mit der wir konsequent und beharrlich in unser Körperbewusstsein investieren. Aus der Perspektive des Bewusstseins sind die meisten Schmerzstellen Orte, an denen wir in hohem Masse unbewusst sind. Anders gesagt; es sind Orte, denen wir unsere Bewusstheit oder Präsenz seit langem entzogen haben. In unserer Wahrnehmung ersetzen wir hier permanent unsere Selbstwahrnehmung oder das Körperbewusstsein durch Schmerzbewusstsein. Der Ausdruck “Ich habe Rücken” zur Beschreibung von Rückenschmerz und die Tatsache das die meisten Schmerzgeplagte in ihren schmerzfreien Phasen damit zufrieden sind, gar nichts zu spüren, sind Hinweise dafür.


Studie zur Wirksamkeit von Alexander-Technik bei Rückenschmerzen

In England ist eine Studie veröffentlicht worden, aus der hervorgeht, dass Patienten mit chronischen Rückenschmerzen von der Alexander-Technik profitieren. Mit Unterstützung des britischen Medical Research Council wurde die Alexander-Technik jetzt erstmals in

einer vergleichenden klinischen Studie untersucht. Paul Little von der Universität Southampton und Debbie Sharp von der Universität Bristol randomisierten 579 Patienten mit chronischen oder rezidivierenden Rückenschmerzen auf drei Gruppen. Die Patienten erhielten

entweder sechs konventionelle therapeutische Massagen (Kontrollgruppe) oder sechs beziehungsweise 24 Unterrichtsstunden in der Alexander-Technik. Die Lehrer hatten eine Ausbildung bei der Society of Teachers of the Alexander Technique absolviert. Jeweils die

Hälfte der Teilnehmer in den drei Gruppen wurde außerdem zu aeroben Sportübungen motiviert (pro Tag 30 Minuten forciertes Gehen oder eine äquivalente Tätigkeit). Sie erhielten außerdem eine Verhaltensberatung von einer Arzthelferin. Diese sportlichen Übungen - wenn sie tatsächlich eingehalten wurden - hatten keinen wesentlichen Einfluss auf die Befinden der Patienten, wohl aber die Alexander-Technik. 
Der Vorteil gegenüber der Massage könnte darin bestehen, dass die Patienten die Alexander-Methode, wenn sie sie einmal erlernt haben, selbständig und ohne weitere Kosten anwenden können. Little bezeichnet die Studie als signifikanten Fortschritt in der

Behandlung chronischer Rückenschmerzen. (Deutsches Ärzteblatt 22.08.2008)

aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=33433


British medical Journal, 2008, Vol 337   bjm.com

A R T I K E L                 I N F O F L Y E R                 S P E Z I A L G E B I E T E:                 M U S I Z I E R E N                 L A U F E N                 R Ü C K E N                 I M   U N T E R N E H M E N   

W E I T E R               U N T E R R I C H T E              A T  -  P R O D U K T E             E I N Z E L U N T E R R I C H T             T E R M I N A B S P R A C H E             Z U R   Ü B E R S I C H T    

Die Rückseite unseres Oberkörpers und Halses sind Regionen, die der Zielfixiertheit unseres Alltagslebens schutzlos ausgesetzt sind. Die meisten unserer Sinnesorgane, Handlungsimpulse und Kommunikationsinitiativen sind nach vorne gerichtet. Computerarbeit, Autofahren, Essen, Telefonieren und Fernsehen, die meisten Sportarten, alles will nach vorne gemacht werden und braucht Ausgleich und Absicherung

durch die Rückseite. Unsere Rückenmuskulatur ist dadurch in einem permanenten, unbewussten Kraft- und Belastungstraining, von dem sie kaum Erholung oder Ausgleich findet. Meist sind die ein- zigen Ausgleichsinitiativen Dehnungsübungen, Massage oder muskuläre Aktivierung. All dies verhilft nicht zu der Präsenz und Wachheit, die für eine gute Rückenpflege notwendig sind. Die Alexander-Technik vermittelt und trainiert den bewussten Kontakt mit der zellulären Lebendigkeit und verhilft uns zu einem neuen und freien Körpergefühl. Ein freier Rücken ist nicht einer, den man nicht spürt. Ein freier Rücken ist ein freudvolles Erlebnis von Kraft und Präsenz, die uns von hinten her stärkt und uns daran erinnert woher wir kommen während wir vorangehen.

(Deutsches Ärzteblatt 22.08.2008)

aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=33433