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Dein Licht wird gebraucht

Wir leben in einer Zeit, in der der Aspekt des Überlebens viel Raum in der Tagesordnung der alltäglichen Beschäftigungen eingenommen hat. Wenn das passiert, verlieren weniger dramatische Themen und Werte an Relevanz und rücken in den Hintergrund. Der Überlebensmodus und die Angst, auf der er basiert lassen, das Bewusstsein und das Gehirn von anderen Orten aus bestimmt und geprägt werden, als wenn man sich in Sicherheit wähnt.

 

Durch das erzwungene reduzierte Miteinander im Häuslichen beschleunigen sich die Beziehungsprozesse und das Potential zur Eskalation steigt an. Häusliche Gewalt und Alkoholkonsum nehmen zu. Die Tendenz zu Entkopplung und distanziertem Verhalten werden auch durch die Verlagerung vieler Prozesse in die virtuelle Welt unterstützt. Es fehlt an Kontakt und Miteinander.

 

Die Süße und Sanftheit unseres Wesens, die auch schon unter „normalen“ Umständen im Alltag nicht so leicht verfügbar und bei Laune zu halten sind, schneidet in diesen Zeiten nicht so gut ab. Darunter leiden besonders diejenigen, die sich hauptsächlich durch diesen Qualitäten nähren, die Herzen, die Kinder, die Tiere und die Empfindsamen. Ihnen kommt in dieser Zeit gleichzeitig eine wichtige Rolle des Ausgleichs zu.

 

Unsere Führungskunst ist in dieser Adventszeit noch mehr gefragt als sonst. Alle, die durch ihre Erinnerung, der Liebe und der Verbundenheit auf ihren zentralen Platz zurück verhelfen sind unglaublich hilfreich.

 

Wie bekommst Du es gerade hin? Schaffst Du es ab und zu Dich daran zu erinnern, das Licht zu sein und bringen? Es wird gebraucht!

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Kommentare: 1
  • #1

    Sylvia (Donnerstag, 10 Dezember 2020 21:17)

    Mein Licht leuchtet besonders hell in diesen schwierigen Zeiten. Die Menschen sind so dankbar, wenn sie angestrahlt werden und Lebensfreude empfangen. Einfach so im Alltag. Durch ein Kompliment über die hübsche Maske der Kassierin, einen Witz, wenn das Wartesystem nicht gleich durchschaut wurde, das Staunen über eine Wolke von Staren über dem Alexanderplatz.
    Happy Christmas Season, lieber Torsten.