Wer bist du, wenn du niemanden mehr beschuldigst?
Und vor allem.
Wohin verschwindet deine Liebe, wenn es knallt?
Dein Herz ist kein Esoterik-Emoji.
Es ist ein Organ mit brutaler Klarheit.
Es rhythmisiert.
Es polarisiert.
Es transformiert.
Es versorgt dich mit der einzigen Ressource, die du wirklich hast.
Liebe.
Nicht weichgespültes Social-Media-Gesäusel.
Sondern die Fähigkeit, dein Herz durchlässig zu halten, wenn es eigentlich zugehen will.
Und ja.
Du fällst aus der Liebe raus.
Ständig.
Zu dir selbst.
Zu deinem Partner.
Zu deinen Kindern.
Zur Welt.
Zu Gott.
Mach dir nichts vor.
Du bist nicht „ab und zu mal verletzt“.
Du bist oft komplett rausgekickt aus deiner eigenen Quelle.
Und dann wunderst du dich ernsthaft, warum Frust, Groll und chronische Unbegeisterung dein Tagesprogramm sind.
Das ist kein Schicksal.
Das ist Liebesentzug.
Selbstgemachter.
Du hast dir eine Rüstung gebaut.
Schicht für Schicht.
Aus Anpassung.
Aus Angst.
Aus der Entscheidung, lieber „funktional“ als lebendig zu sein.
Diese Rüstung nennst du Persönlichkeit.
In Wahrheit ist es gepanzerte Lieblosigkeit dir selbst gegenüber.
Hart gewordene Geschichten.
Stein gewordene Dramen.
Festungen um ein hüpfendes Herz, die du festgeschnallt hast wie einen Sicherheitsgurt, der dich angeblich schützt.
Tut er nicht.
Er würgt dich.
Also.
Wie schnell kommst du zurück in die Liebe, nachdem du rausgeflogen bist?
Das ist die eigentliche Messlatte deiner Reife.
Nicht, wie spirituell du klingst.
Sondern wie radikal du bereit bist, deine Unschuld wieder anzunehmen, nachdem du dich selbst verurteilt, andere gehasst und das Leben für unfair erklärt hast.
Deine Entscheidung zu lieben ist ein alchemistischer Akt.
So, wie das Blut durchs Herz geht, gereinigt und aufgeladen wird, kann dein Erleben durch deine Bereitschaft zur Liebe wirklich transformiert werden.
Über Schmerz hinweg.
Über Enttäuschung hinweg.
Über Scham, Wut, Angst, Neid hinweg.
Oder du bleibst drin.
In der grauen Dauerschleife.
Groll.
Rechthaben.
Mangel an Begeisterung.
Das alles sind nur Symptome der Distanz zu deinem in Liebe hüpfenden Herzen.
Die Wahrheit ist unbequem.
Vieles von dem, was du für „dich“ hältst, ist nichts weiter als lieblos erlerntes Material.
Du bist nicht so hart, wie du tust.
Du bist nur so verletzt, wie du dich weigerst zu fühlen.
Also.
Hast du Lust, deine Rüstung der Armee der Unbeherzten abzulegen?
Hast du Lust, dein ursprüngliches Gelübde der Liebe wieder zu erinnern?
Dem Leben gegenüber.
Deinem Partner.
Deiner Familie.
Dir selbst.
Dann hör auf, auf den richtigen Moment zu warten.
Fass dir ein Herz.
Schau hin.
Schamvoll.
Ehrlich.
Brutal.
Sieh, was du aus dir gemacht hast, um nicht mehr fühlen zu müssen.
Und feiere jeden Stein, der dir vom Herzen fällt, wenn du beginnst, dich wirklich zu sehen.
Dich zu kennen.
Dich zu verstehen.
Und deine Macht wieder in Besitz zu nehmen.
Die Liebe ist kein Bonusprogramm für Mutige.
Sie ist der Lohn für deine Bereitschaft, dein Glücklichsein an erste Stelle zu setzen.
Jede Begegnung.
Jeder Konflikt.
Jede „Katastrophe“.
Alles ist Material.
Alles Rohstoff für mehr Liebe statt mehr Story.
Du kannst dein Leben als Beweis für deine Wunden nutzen.
Oder, um ein Hort des Glücklichseins zu werden.
Ein Feld der Glückseligkeit, das nicht mehr beständig nach äußerer Bestätigung hungert.
Begeistere dich nicht für Drama.
Begeistere dich für die Dynamik der Liebe, die auf dem Weg deiner Selbstwerdung auf dich wartet.
Und beobachte, wie viele Fesseln sich lösen, wenn du beginnst, dich selbst zu befreien.
Liebe ist kein Kuschelkonzept.
Sie ist ein befreiendes Prinzip im Angesicht deiner mentalen Störungen.
Sie ist eine echte Erfahrung, die dich aus deinen dunklen Räumen herausholt, wenn du sie wieder einlädst.
Fifty Shades of Love ist keine Romantitel-Parodie.
Es ist eine Zustandsbeschreibung.
Die Schattierungen der Liebe sind unendlich.
Und ja.
Sie sind immer kreativ.
Immer erhellend.
Immer heilsam.
Immer integrativ.
Immer ausdehnend.
Immer dienend.
Freude.
Gnade.
Wunder.
Wenn du sie lässt.
Mach den Weg frei für die Liebe.
Nicht als Spruch.
Als Praxis.
Als tägliches Ego-Sterben an deinem Groll.
Als tägliches Ja zu deinem Herzen.
Als Kompromisslosigkeit, deine innere Weite wieder zu beanspruchen.
Befreie sich, wer kann!
Durch die Großzügigkeit deines Herzens.
Es wartet längst.
Die Frage ist nur:
Wie lange willst du noch warten, bis du zurückkehrst?

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